Offenes Lernen - was ist das?

Um die Jugendlichen optimal auf ihre Zukunft vorzubereiten, ist heute mehr als die Vermittlung bloßen Fachwissens notwendig.

Zentrale Ideen sind, die Erziehungsziele Selbstständigkeit und Mündigkeit konsequent in entsprechende Unterrichtspraktiken umzusetzen. Wichtig ist, Lernen aus eigener Verantwortung zu fördern, individuelle Entwicklungsziele zuzulassen und einen hohen Grad an Selbständigkeit und Selbststeuerung zu ermöglichen.

Dies wollen wir durch einen "Offenen Unterricht" erreichen, indem wir Freiarbeitsphasen als Ergänzung bzw. Bereicherung unseres Daseins ansehen und sich zudem zahlreiche positive Aspekte, wie zB eine deutlich bessere Motivation der SchülerInnen ergeben.

Wie machen wir Schule?

Durch einen offenen Unterricht wollen wir dazu beitragen, die individuelle Eigenart unserer SchülerInnen zu respektieren.  Neben einem geregelten Unterricht stehen bei uns offene Arbeitsphasen im Mittelpunkt, in denen sich die SchülerInnen frei entfalten können. Wir schaffen somit Platz für ein "entdeckendes Lernen".

Gruppenarbeiten, praxisbezogene Projekte, Lernstationen sowie das eigenständige Erarbeiten bestimmter Themen werden bei uns als selbstverständlich angesehen.

Die SchülerInnen sollen lernen, den Lebensraum "Schule" mitzugestalten. Die Einrichtung des Klassenzimmers, die Auswahl einer geeigneten Sitzordnung - all diese Dinge werden nicht vorgeschrieben, sondern in der Gruppe entschieden.

Zentrale Punkte unseres Konzeptes sind die Übernahme von Eigenverantwortung, der Aufbau eines Gemeinschaftsgefühls, eine intensive Einbindung aller Beteiligten in den Schulalltag sowie der Erwerb von Schlüsselqualifikationen.

Was wollen wir erreichen?

Wir sind eine Gruppe von engagierten LehrerInnen, die sich eingehend mit der Lehr- und Lernform des "Offenen Lernens" beschäftigt und sich dabei auch solide theoretische Grundlagen erworben hat.

Nun ist es an der Zeit, das von uns ausgearbeitete Konzept in die Tat umzusetzen. Natürlich ist dieser Schritt mit ein wenig Unbehagen verbunden. Aber wie heißt es so schön: "Aller Anfang ist schwer!"

Aufgrund der Tatsache, dass ein derart motiviertes und auch überzeugtes Lehrerteam zusammenarbeitet, muss wohl niemandem Angst und Bange werden.

Indem wir unserer Schule der Entfaltung der Persönlichkeit, der eigenverantwortlichen Lebensgestaltung und dem Respekt für die Gemeinschaft Priorität einräumen, bereiten wir die Kinder und Jugendlichen genau auf die Anforderungen vor, die in der gegenwärtigen und zukünftigen Gesellschaft auf sie zukommen: Selbständigkeit, Teamfähigkeit, Flexibilität, die Lust am Weiterlernen, die Fähigkeit sich mit der Realität auseinander zu setzen und die Bereitschaft, soziale und ökologische Verantwortung zu übernehmen.

Unsere Schule unterstützt die SchülerInnen darin, jene Fähigkeiten zu entwickeln, die sie benötigen, um mündige und verantwortungsbewusste Mitglieder der Gesellschaft zu werden.

Somit stellen die kommenden Schuljahre eine große Herausforderung für uns alle dar. Mit großen Erwartungen und Hoffnungen sehen wir diesem "Neuanfang" entgegen.

In unserem Entwurf steht ein Ziel ganz oben: "Die Schule soll von allen Beteiligten gemeinsam wieder belebt und erneuert werden!" Sowohl Eltern und SchülerInnen als auch wir LehrerInnen sollen dazu beitragen, dass die Schule wieder zu dem wird, was wir uns wünschen: "Ein Ort des Lernens, des Entdeckens und der Zusammengehörigkeit!"